Das Cape Tribulation liegt im tropischen Bereich von Queensland und gehört zum ältesten Regenwald der Erde, dem Daintree Rainforest in den Wet Tropics of Queensland. Eine tropische Zone in der dichter Regenwald direkt auf goldgelbe Sandstrände und das Korallenmeer trifft.

Wangetti Beach
Noch bevor wir den Daintree Nationalpark erreichen halten wir für einen kurzen Stopp wegen des schönen Wetters am Wangetti Beach. Wozu sollen wir ein solch netten Platz gleich wieder verlassen? So wird der Plan gen Norden zu fahren, spontan angepasst und ungeplante Aufenthalt ausgedehnt, d.h. wir bleiben für eine Nacht.

Daintree Nationalpark
Der Daintree Nationalpark liegt im tropischen Bereich von Queensland und ist tatsächlich der älteste tropische Regenwald der Welt. Er umfasst zwei Areale, d.h. in der Mossman Gorge einen 170 Quadratkilometer großen Bereich zwischen den Flüssen Daintree und Bloomfield sowie einen rund 565 Quadratkilometer großen Bereich – das Cape Tribulation. Die Bäume und Pflanzen des Wet Tropics of Queensland genannten tropischen Regenwald bestimmen bereits seit mehr als 180 Millionen Jahren das Landschaftbild. Damit ist der Park älter als der Regenwald des Amazonas, der ’nur‘ etwa 55 Millionen Jahre alt ist.

Mossman Gorge
Ein Shuttlebus, der alle 15 Minuten vom Visitor Center zum Ausgangspunkt der Wanderungen an der Gorge fährt, ist die beste Möglichkeit zur Schlucht zu gelangen, denn der Parkplatz liegt ca. 3 Kilometer vom Eingang des Parks entfernt. Von dort geht es auf gut ausgebauten Wegen durch den uralten und zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörenden Regenwald. Kristallklares Wasser plätschert über die glatten Felsen der Schlucht und in den Gumpen besteht jetzt in der Trockenzeit die Möglichkeit zum Baden. Große rundgeschliffene Felsen im Flussbett bestimmen das Bild. Beeindruckend große Würgfeigen stehen neben ausladenden Bäumen mit Brettwurzel entlang des Boardwalks und erinnern an den Taman Negara in Malaysia bzw. die Regenwälder in Costa Rica. In den derzeit meist ausgetrochneten Flussbetten der Zuläufe des Daintree Rivers, klammern sich massiv dicke Wurzeln in den sandigen Boden um Halt für die Bäume zu bieten. Auf einer gut gesicherten suspension bridge lässt sich der Fluss bequem überqueren.
Port Douglas
Ein schöner und durchaus etwas modäner Badeort ist Port Douglas schon, doch der Vergleich mit Saint Tropez ist weit überzogen. Es gibt Bars, Cafes und Restaurants die nachmittags und sogar noch abends offen haben, was in Australien nicht selbstverständlich ist. Die Gelegenheit nutzen wir umgehend und gönnen uns nach einem Rundgang durch den nicht all zu großen Ort erstmal einen Cocktail bevor es zum Thai geht. Zum Einchecken in den Campingplatz sind wir wieder mal zu spät, aber nach Ankunft in Port Douglas haben wir keine Lust die zwei Kilometer zum Campinplatz zu fahren um anschließend in die Stadt zu laufen, da sich jetzt am Nachmittag mitten im Zentrum so einfach ein Parkplatz für das Wohnmobil finden lässt. So übernachten wir nachts außerhalb auf einem Farm Stay, legen das Geld für die Übernachtung wie telefonisch mit dem Vermieter vereinbart einfach in den Kofferraum des offenen Farm-Pickups – und alles ist ohne lästige Anmeldung und paperware erledigt. So einfach sollte ein check-in öfters gehen.







Alexandra Lookout
Der zum Cape Tribulation gehörende Küstenabschnitt, an dem dichter Regenwald direkt auf Sandstrände und das Korallenmeer trifft, ist nur über eine Fähre erreichbar, denn eine Brücke über den Daintree River gibt es nicht. So sind wir auf den regelmäßig in kurzen Abständen fahrende Autofähre angewiesen. Die Fahrt dauert auch nur wenige Minuten. In engen Kurven, mit viel Grün links und rechts der Fahrbahn, geht es weiter bergan zum Alexandra Lookout. Die Umgebung erinnert uns beide sofort an Tasmanien.
Der Ausblick vom Lookout ist einfach überwältigend und während des Frühstücks auf dem Parkplatz genießen wir den Ausblick durch das Heckfenster. Der Aussichtspunkt wird stark von Tourbussen und PKWs in den Intervallen der Fährankunft frequentiert.Wir nutzen die Zeit dazwischen und haben den Platz dann nahezu alleine. Farnbäume und die ersten Fanpalmen bestimmen das Bild, das sich uns von hier oben bietet.

Cassowary Boardwalk
Der Boardwalk führt in einen lichten Abschnitt des Daintree Regenwaldes mit ganz vielen Fan-Palmen, deren Name sich vom Aussehen der Palmblätter ableitet. Zudem hoffen wir auf wild lebende Kasuare, das sind seltene, flugunfähige Riesenvögel (Cassowaries) zu sehen, was leider während unseren mehrtägigen Aufenthalts im Daintree Nationalpark nicht der Fall ist.
Ein Boardwalk von einigen hundert Meter quer durch alten Dschungel, wird von den runden Fan – Palmen dominiert. Gewaltige, einem Ventilator – Rad ähnelnden kreisrunde Blätter, davon leitet sich der nachvollziehbare Name der Palme ab, bestimmen das Bild.
Die erste Teeplantage die wir in Australien sehen, liegt unweit südlich von Cape Tribulation zwischen Hügeln in einer beschaulichen Landschaft eingebettet. Immer wieder tauchen im Dunkel des Regenwaldes bunte Blumen wie der Tropischer-Riesen-Salbei und Epiphyten auf.
Thornton Beach
Kurz bevor der Cape Tribulation Beach erreicht ist, locken die Farben des Meeres welches durch die Palmen schimmert. Eine Unterbrechung für einen Snack mit anschließendem Espresso am Strand geht immer. Insbesondere hier am Thornton Beach der mit seiner kleinen vorgelagerten Insel und dem goldgelben Sand so verlockend daliegt, möchste man am liebsten länger verweilen. Kann es noch schöner werden … ja es kann, denn nur wenige Kilometer weiter ereichen wir den Cape Tribulation Beach der alles andere überbietet.

Cape Tribulation
Nun ist der absulote Höhepunkt der australischen Ostküste erreicht. Tropische Kokospalmen und Pflanzen vervollständigen neben weißen Stränden den Traum von Karibik. Ein Stellplatz auf dem Campingplatz mit direktem Meerzugang ist rasch gefunden. Nur wenige Meter auf einem Pfad durch die Palmen trennen uns vom Ozean. Der stark ausgeprägte Tidenhub lässt die Strand bei Flut bis auf einen schmalen Streifen schrumpfen und bei Ebbe groß und weit werden. Die Mangroven stehen entweder tief im Salzwasser oder sie trocknen die vielen Luftwurzeln an der Sonne. Auf dem Weg in den Ort Cape Tribulation geht es teilweise über Holzbrücken durch den angrenzenden Mangroven Sumpf in die Ortschaft, die aus einem Lebensmittelladen und einem Campingplatz besteht, was das nette Mädel an der Rezeption des Campingplatzes CBD (central business district) nannte 😉. Wer braucht schon mehr als die notwendige Versorgung mit Lebensmittel bei solch fazinierender Natur.

Bloomfield Track
1983 wurde der umstrittene Bloomfield Track durch den küstennahen Regenwald für die bis dahin praktizierte Tolerierung von kommerziellem Holzabbau, angelegt, was zu heftigen Protesten führte. Wir sind, wie viele ander Offroader, heute froh um diese Piste. So gelangen wir, ohne dem Umweg der weiter im Landesinneren liegenden Teerstraße nehmen zu müssen, mit Steigungen und Gefälle von 31% auf einer gut gepflegten gravel road nach Cooktown. Die steilsten Passagen sind betoniert, so dass sowohl der Uphill als auch Downhill drive kein Problem darstellt. Selbst die zu durchfahrenden Wasserfurten sind nicht der Rede Wert, dabei wurde uns die Querung eines Creeks mit ca. 40 cm Wassertiefe angekündigt. Wegen dieser vermeintlichen Flussdurchfahrt baute ich zur Sicherheit einen Schalter zum Abschalten der außen im Unterflurkasten untergebarchen und somit tieferliegenden Solarsteckdose ein. Dieser wurde zwar nicht gebraucht, aber schadet ja nicht, denn wer weiß was noch kommt.




Cooktown
Cooktown, benannt nach James Cook der hier sein Boot reparieren musste, hat seine besten Zeiten hinter sich. Zurück blieb eine langgezogene und etwas verstreute Ortschaft. Die meisten Geschäfte finden sich entlang der Mainstreet, an welcher einige altehrwürdige Hotels, das Post Office sowie ein kleiner Supermarkt und drei Campingplätze, die sich in den Seitengassen verstecken, überlebt haben.
Trevathan Falls
Bei der Buchung unseres Campingplatzes in Cooktown, empfahl der Eigentümer die relativ unbekannten Trevathan Falls. Die Gravel Road als auch die Durchfahrten kleiner creeks zu den Falls lässt sich gut fahren. Auf dem Weg zum Wasserfall ziehen sich Wolken vor die Sonne, jedoch als wir am kleinen Parkplatz ankommen, reißt der Himmel auf und wir haben bestes Fotowetter. Fast unglaublich aber wahr, es ist der schönste Wasserfall den wir bislang in Australien zu sehen bekommen. Kaum dass wir zum Frühstück zurück im Camper sind, beginnt es zu regnen.
Nach einem kurzen aber heftigem Schauer vor dem sogar die Ziegen Schutz im Trockenen, und sei es unterm Bauwagen, suchen, scheint bald wieder die Sonne. Gegen 16 Uhr ist Mareeba erreicht. Hier bevorraten wir uns mit ausreichend Lebensmittel für die nächsten Tage und Wochen im Outback.
Lion Den Hotel
Das Hotel gehörte früher zur gleichnamigen aber inzwischen aufgegebenen Mine und ist eine Legende sowie ein gut besuchtes Ausflugslokal mit Livemusik am Sonntagmittag. Über den Namen des Hotel ranken sich zahlreiche Legenden. Das Ambiente ist, wie auch die vielen Besucher, orignell und die Stimmung sehr gechillt. Einige Wohnmobile stehen zum Übernachten bereits auf der angrenzenden Wiese und der Parkplatz füllt sich zusehends während wir den Sonntagvormittag genießen.










































































































