Nach langen Überlegungen hin und her ob uns der Aufwand für den Antrag des Ein-Jahres-Visum und es die Mühen der Fahrzeug Reinigung wert ist, entschlossen wir uns nun doch das Wohnmobil nach Australien zu verschiffen, um nach den positiven Erlebnissen in Afrika eine weitere Reise in eine uns völlig unbekannte Region der Welt anzutreten. Die Herausforderungen sind hoch um ein Fahrzeug in Australien zu importieren.
Einjähriger Visa Antrag
Bei der Einreise am Flughafen in Australien erhält man mit einem deutschen Pass ein dreimonatiges Visum. Da wir aber eine Reisedauer von 8 bis 12 Monaten anpeilten und nicht alle drei Monate ausreisen wollen und damit das Visa bei Neueinreise wieder für drei Monate zu erhalten, bemühen wir uns um ein VISA der Klasse 600, d.h. Aufenthalt bis zu 12 Monaten. Alles lässt sich online erledigen, was aber mit zahlreichen Tücken versehen ist. Mindestens 4 Mal füllen wir die beiden zusammenhängenden Anträge über mehrere Seiten hinweg vollständig aus. Am Sonntag gab es bereits beim zwischenspeichern als auch beim Versuch eines Uploads Fehler. Die Tage danach ebenso. Am dritten Tag klappte der Upload endlich, doch leider fehlten bereits mehrfach, immer wieder neu ausgefüllte Teile des Antrages. Mal fehlten plötzlich verpflichtenden Einträge, ein anders Mal Einträge in den Untermenüs dann wieder ein oder gar beide Passfotos. Ein Hoch auf die IT bzw. die Server der australischen Botschaft, auf die unser Antrag hochgeladen werden sollte. Endlich, nach vielen Versuchen war alles vollständig und erfolgreich auf die Servern übertragen. Weit gefehlt, denn nach zwei Tagen kam von einer Überprüfungsstelle in Italien, die die Anträge vor der Weiterleitung an die australische Botschaft validiert, die Anfrage nach den Passfotos. Beide Fotos waren definitiv vor dem upload ins Formular geladen, durch das Programm geprüft und wurden uns auch angezeigt. Die Fotos gingen nun einfachheitshalber per email an die Prüfungsstelle und diese pflegte sie dann ins Formular ein. Ich möchte mal sagen, dass die australischen Behörden gerne so eine Online Visa Antragsstelle hätten, wie sie in Malawi und Tansania problemlos funktioniert, es aber einfach nicht auf die Reihe kriegen. Auch bei der Fahrzeugregistrierung sollten uns die behördlichen IT Probleme ebenfalls noch zu schaffen machen.
Vorbereitung des Wohnmobils zur Verschiffung
Das Auto muss absolut rein und sauber sein, kein Schutzfleck oder gar Erde und Steinchen darf sich in den Reifen oder sonst wo verstecken. Jedes Samenkörnchen im und am Auto kann Unheil über das ganze Land bringen. Es sollen auch keine Roststellen am Fahrgestell zu sehen sein, denn das könnte bei einem schnell und oberflächlichen Kontrollblick dazu führen, dass das Auto zur späteren und näheren intensiven Kontrolle zu Seite gestellt wird. Das wollte wir unbedingt vermeiden, deshalb reinigten wir innen und außen das Fahrzeug als auch den Unterboden akribisch. Teile der Möblierung im Fahrerhaus die Patexflecken vom Aufkleben einer Kunstlederbeschichtung aufwiesen, ersetzten wir komplett mit neuem Holz um den Anschein von undefinierbaren Flecken zu vermeiden. In der Nissan Werkstatt wurde Service und TÜV erledigt. Danach kam das Womo zu einem Aufbereiter der sich zwei Tage abmühte den Motorraum und alle von uns übersehenen Stellen reinigte. Das Wohnmobil strahlte wie am ersten Tag und man sah ihm die 14 Jahre, die es auf den Rädern hat, nicht an.

Ankunft in Australien
Nach ca. 7 Stunden Flugzeit erreichten wir pünktlich, trotz verspätetem Abflug in Singapur, den fünften Kontinent. Zum Glück kam alles Gepäck vollständig an und war in kürzester Zeit abholbereit. Erst bei der Einreise gab es wegen der gleichzeitigen Ankunft von drei großen Fliegern, einen Mega Stau bei der Zollabfertigung. In langen Schlangen bewegten wir uns sehr langsam auf die Zollbeamtin hin, die uns ohne weitere Prüfung des Gepäcks passieren ließ.
Die eigentliche Einreise ging dann schnell von statten, da unser Visum dem Einreisebeamten bereits online vorlag. Ich denke, dass es das erste und einzige Mal war, dass eine unsrer Online-Einträge bzw.-Validierung in einen behördlichen Rechner Australiens, zeitnah funktionierte. Wobei das Visa auch schon zwei Monate Zeit hatte sich in die Rechner der australischen Behörden einzunisten. Mit der Registrierung unseres Wohnmobils ging das bei weitem nicht so flott, denn alleine den Bericht der Car Inspection in die Rechner der hoheitlichen Verwaltungseinheit DOT (Department of Transport) einzupflegen dauerte 23 Stunden.
Erst am einem Samstag, d.h. zwei Tage nach unserer Ankunft kam das verspätete Schiff, welches eigentlich schon vier Tage vor unserer Landung in Perth hätte ankommen sollen, an. Im Hafen wird am Wochenende nicht gearbeitet, so dass die Ladung erst montags freigegeben wurde. Die Zollangelegenheiten sowie die Überprüfung der Reinlichkeit des Fahrzeugs wurden noch am Tag der Ausschiffung im Hafen erfolgreich gemeistert. Mit einer eventuellen Verspätung des Schiffs hatten wir ja gerechnet, aber nicht mit den völlig unerwartet aufgetretenen Problemen durch die Car Inspection, da wir ja eine Woche vor der Verschiffung in Bremerhaven, den deutschen TÜV mit Bravour bestanden hatten. Jedoch ist eine erfolgreich bestandene Car Inspection, welche vom australischen TÜV ausgestellt wird, die Voraussetzung für die Fahrerlaubnis in Australien. Hierzu kommen wir im nachfolgenden Beitrag. Einschließlich der Wartezeit bis zur Ankunft inkl. der Freigabe im Hafen und bis letztendlich alle technischen und administrativen Angelegenheiten zur behördlichen Zufriedenheit erledigt waren, vergingen letztendlich zwei Wochen.
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