Südliches Tasmanien
Südliches Tasmanien

Südliches Tasmanien

Im südlichsten Teil Tasmaniens gibt es unzählige Felsküsten sowie weitere kleiner und größere Inseln. Man kann hier noch Wochen verbringen ohne, dass es langweilig werden würde. Wir haben aber bislang auch wirklich sehr viel Glück mit schönem Wetter. Tasmanien ist ja eher für seine Wetterunbeständigkeit bekannt. So war auch unsere erste Anschaffung in Deutschland für die Reise: neue Regenjacken für Tassi.

Cape Raoul Lookout

Auf dem Cape Raoul Track zum Gap vorbei am Cape Raoul Lookout führt der 7 Kilometer lange Weg durch Wald und Büsche. Der Wanderweg führt durch einen schönen Küsten-Eukalyptuswald und über Heideflächen. Bereits vom Lookout hat man einen guten Blick auf das vor einem liegende Cape Raoul.

The Gap

Die atemberaubende Küstenlandschaft durch die wir wandern erstreckt sich, bis der Eukalyptuswald niedrig wachsender Machia weicht und die steinige ebene Kuppe des Cape Raoul erreicht ist. Erst am Ende des Cape’s, dem ‚Gap‘, angekommen fällt das aus Dolerit bestehende Gestein, dramatisch zum Meer hin ab. Dolerit ist magmatisches subvulkanisches Gestein, ähnlich dem Basalt was aber langsamer in Gängen erstarrte.

White Beach und Dunalley

Nach dem anstrengenden gestrigen Tag, werde ich heute den blau gelaufenen Zehen in klarem und gar nicht so arktisch kaltem Wasser wie befürchtet, kühlen. Nachmittags finden wir in Dunalley auf der Suche nach dem von Klaus empfohlenen Wine Estate 42° eine Austern Bar 42° und ich probiere spontan die frischen und wirklich leckeren Austern. Muscheln gibt’s nur als take away, so nehmen wir welche für das Abendessen mit. Erst die Internet Recherche am Abend bringt uns auf die Frogmore Creek Winery, die einen ihrer Weinserien mit 42° benennt. Die werden wir dann eben morgen Nachmittag besuchen, denn erst steht der Salamanca Markt für Samstag Vormittag auf dem Programm. Bevor wir jedoch auf dem Campground des im viktorianischen Stil erbauten Dunalley Hotels fahren, steht noch die Hellfire Destillery auf der bucket list. Wir sollten es nicht bereuen, denn es wartet eine mit guter Erläuterung gepaarte ausführliche Probe der verschiedenen Gins auf uns.

Hobart

Auch Hobart, die zweitälteste Stadt Australiens mit inzwischen 220.000 Einwohnern, wurde als Strafkolonie gegründet. Heute ist sie eine charmante und lebhaft freundliche Stadt, der man die unrühmliche Vergangenheit nicht anmerkt. So hat sich der Fischereihafen zu einem modernen Zentrum gewandelt. Nun liegen Yachten und Segelschiffe anstelle von Fischkuttern im Hafenbecken und aus alten Lager- und Markthallen wurden schicke Restaurants sowie Platz für ausgelagerte Bereiche der University of Tasmania geschaffen.

Die Tasman Bridge, über die der Tasman Highway führt, überspannt mit einer Länge von 1395 Metern den Derwent River und verbindet das Zentrum Hobarts mit dem Flughafen sowie den östlichen Vororten der tasmanischen Hauptstadt. Wir besuchen jetzt erstmal den an jedem Samstag stattfindenden Salamanca Market. Er bietet einiges an nettem Kunsthandwerk, schicker Kleidung und warmen Wollmützen. So kalt ist es zur Zeit zum Glück nicht, daher kaufen wir statt Mützen lieber noch einen der Hellfire Gins, der uns gestern bei der Verkostung so schmeckte.

Richmond

Hier im Coal River Valley liegt Richmond, ein nettes historisches Dorf, bekannt für seine gut erhaltene georgianische Architektur und Australiens älteste Steinbrücke aus dem Jahr 1823. Der gemütlich Spaziergang entlang der Straßen mit Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert, Kunstgalerien und Antiquitätenläden zur alten Steinbrücke ist von Live Musik aus einem der Restaurants begleitet.

Frogmore Creek Winery

Nachdem Richmond hinter uns liegt und bevor die Frogmore Creek Winery erreicht ist, reicht die Zeit noch um bei Wicket Cheese, einem Feinkostgeschäft für Käse anzuhalten. Hier wird der Käse vor dem Kauf zum probieren angeboten, mit dem Ergebnis, dass man danach doch mehr einkauft als vorgesehen. Endlich um 15 Uhr sind wir am Weingut angekommen und erhalten noch den letzten Tisch im Schatten auf der Terrasse. Leider geht die Bewirtung nur noch eine Stunde, was genauestens von den Gästen eingehalten wird. Für die anstehende Hochzeit ist im Garten und für die anschließende Feier in den Gasträumen für ca. 90 Gäste bereits gedeckt. Die Weine als auch der Käse sind ausgezeichnet, so dass wir gerne noch bleiben würden. Aber macht nichts, denn wir sind ja mit Chris und Rena zum Abendessen in Hobart verabredet.

Der Abend in Hobart beginnt mit ausgezeichnetem Essen beim Inder und endet in einer Kneipe mit live Folk Music. Es ist unter den Heizstrahlern draußen noch angenehm warm, das Bier schmeckt und wir lernen noch andere Gäste aus USA und Melbourne kennen. Du guter Letzt muss auf dem etwas unebenen Campingplatz etwa 12 Kilometer außerhalb ein gerader Stellplatz für die Nacht gefunden werden. Auch das klappt nach wenigen Minuten und etwas rangieren.

Ruhetag in Gordon

Nachdem sich Chris und Rena, mit denen wir den gestrigen Abend verbrachten, verabschiedet haben, suchen wir für heute einen ruhigen Ort um zu entspannen, bloggen, Fotos hochladen und lesen. Etwas weiter südlich in Gordon erfüllt ein offizieller Stellplatz mit Toilette, Dump-Point und einer freien Stelle direkt am Ufer auf die unser kleiner 6 Meter Camper passt, genau unsere Anforderungen. Die 4×4 Fahrzeuge mit offroadfähigem Wohnanhänger beanspruchen mit ihren 15-16 Meter schon deutlich mehr Platz. Da dies genau das ist, was wir nach den langen Autofahrten, Wanderungen und Besichtigungen der letzten Tage jetzt brauchen, verbringen wir gleich noch einen weiteren Tag hier.

Snug

Im örtlichen kleinen aber gut gut sortierten Einkaufmarkt des kleine Ferienortes Snug lassen sich Vorräte auffüllen bevor es nach Bruny Island geht. In der feinsandigen Bucht, ließe es sich jetzt gut schwimmen und bestimmt auch paddeln (sofern man ein Kajak mithat), aber wir wollen ja zur Fähre.

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